Ich erwarte nicht viel von dir, aber dennoch zunächst eine
Sache: Lies das hier bitte. – Danke! Ich hab dich gesehen und dachte mir, dass
du bestimmt ganz nett bist. Ja, ich dachte mir, dich muss ich kennenlernen. Und
so kam es. Irgendwie warst du anders, als die anderen: so verständnisvoll,
interessiert, lustig, nett; so unvergleichbar. Du hattest einen guten
Charakter. Wahrscheinlich genau deswegen, war ich immer gut auf dich zu
sprechen. Ich habe bis zu einem gewissen Zeitpunkt nie ein schlechtes Wort über
dich verloren. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass wir Freunde wären. Vielleicht
keine guten Freunde, aber ich möchte doch sagen immerhin so gute, dass wir
relativ regelmäßig Kontakt hatten – egal in welcher Weise. Wir wussten aber
irgendwie nie wirklich viel von dem anderen. Dennoch haben wir Zeit miteinander
gebracht, die wir nie wieder zurückbekommen werden. Und ich würde es immer
wieder tun – egal wie oft. Ich gebe zu, dass ich mich immer gefreut habe dich
zu sehen, mit dir zu schreiben, mit dir zu reden. Ich dachte immer, dass du das vielleicht
ähnlich siehst. Bis du auf einmal meintest mich ignorieren zu müssen. Und auf
meine Fragen, warum du dich so abwendest, bekam ich nie eine Antwort; nie! Das
hat mich zutiefst verletzt und ich habe so stark an mir selbst gezweifelt. Ich
habe mir Vorwürfe gemacht, dass ‚unsere Freundschaft’ kaputt gegangen ist. Sie ist
einfach so, im Prinzip ohne Grund, in minimal kleine Partikel zerfallen, bis
sie sich komplett aufgelöst hat. Nun, ich habe mich dann irgendwie verändert.
Wahrscheinlich zu meinem eigenen Schutz vor weiteren Enttäuschungen. Ich musste
mich dann noch seelisch von dir trennen, während wir es physisch schon längst
waren.
Immer hab ich mir die Frage gestellt, was ich denn falsch gemacht habe, ob ich eine schlechte ‚Freundin’ bin. Ich konnte nie einen Fehler finden, habe aber trotzdem weiter gesucht und mich damit in meinen eigenen Ruin gestürzt. Was ist bei dir passiert, dass du so geworden bist? Du warst ein netter Bubi von dem ich nie gedacht hätte, dass er zu solchen ‚Zwischenfällen’ fähig wäre. Diese ‚Zwischenfälle’ scheinen aber nun schon Alltag geworden zu sein. Natürlich verändert man sich, vor allem waren wir damals in dem Alter der natürlichen Veränderung, aber würde diese jemals den Charakter, nein einen gesamten Menschen so verändern können, dass man ihn überhaupt nicht wiedererkennen kann? Zu was ist die Natur nur im Stande? Nicht dazu. Ich will keine Schuld von mir weisen und auf andere schieben, aber du sollst wissen, dass ich so viel über dich, mich, mein Leben und dessen Sinn nachgedacht habe, dass mir die Zeit zum Lernen ausblieb. Schlechte Noten – kein Zukunft. Und neue Zweifel und Ängste plagen mich. Doch den Sinn des Lebens habe ich ungefähr so definiert: ‚Des Lebens Glück bestimmend sind friedvoller Sinn, der rechte Freund, kein Groll und Streit, Weisheit, Menschlichkeit im Verein, die Nächte – heiter und sorgenfrei und Spaß.’ Zwischenzeitlich war ich auch ohne dich glücklich; was ich nie für möglich gehalten hätte. Aber durch Simplifikation begehren wir das, was wir täglich sehen. Ich hatte einen besten Freund, oder wie man so eine ‚Beziehung’ bzw. ‚Verbindung’ auch nennen mag. Und teilweise habe ich dich einfach vergessen: Wochenlang warst du aus meinem Leben ausgelöscht und ich erleichtert, gelöst, frei und einfach glücklich. Ich habe mein Leben in vollen Zügen genossen. Aber dennoch anders als du. Ich hab gefeiert, gelacht, Spaß gehabt, mich einfach frei gefühlt und diese Freude mit anderen geteilt. Bis mir meine beste Freundin meinen besten Freund ausgespannt hat. Dann war ich echt am Boden. Jeder hat mich irgendwie verlassen. Aber ich hab nen Fick auf die Meute gegeben und neue, alte Freunde wieder schätzen gelernt. Naja, zurück zum eigentlichen Thema… Und du? Nun, das was ich von dir mitbekommen habe, ist ungefähr das komplette Gegenteil von dem netten Jungen, den ich kennenlernte: Drogen- und Alkoholkonsum, ebenso im Prinzip auch in gewisser Hinsicht ein ‚Mädchenkonsum’. So kann man das denke ich nennen. Du hast sie befriedigt, geistig und körperlich geliebt und betrogen; hast sie gewechselt wie Unterwäsche. Was will ich mit so einem zu tun haben? Ich bin keine Spießerin, die Partys und Alkohol verabscheut oder sonstiges, aber was gibt dir dieses Gefühl des völligen ‚Kontrollverlusts’ durch deine süßen Drogen, wie du es so schön nennst? Das konnte ich nie verstehen. Irgendwann drückst du dir noch Heroin und suchst dann jemanden, der dich aus deinem Sumpf rausholt. Glaub mir, ich sehe das schon kommen und wie du dich nach einem Menschen sehnst, der dich in dieser Zeit unterstützt, während dich alle anderen verlassen haben. Nun, ich hatte mich aber damit abgefunden, dass ich dir wohl nicht wichtig war, geradezu egak, und du keinen Kontakt mehr willst. Also habe ich das dann so hingenommen. Dabei ist mir immer wieder klar geworden, dass ich nicht minderwertig bin. Ich habe Charakter, bin nett, hilfsbereit, keine Ahnung, welche positiven Eigenschaften ich noch habe. Ich will jetzt nicht leugnen, dass ich auch negative besitze, dass tut jeder, aber ich muss meine Zeit nicht für Menschen wie dich verschwenden, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, dass sie mich nicht brauchen. Doch dann stelltest du scheinbar fest, dass ich doch ein korrekter Mensch bin. Du wolltest wissen, was mein Problem mit dir ist. Das warst du. Allein du warst mein Problem mit dir. Knallhart gesagt, hast du mich im Stich gelassen. Und hast mir erklärt, warum du so geworden bist, wie du nun bist, aber ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wie man bei all dem, die ‚wahren’ Menschen verlassen kann. Du meintest, dass dich niemand mochte und wollte. Deine ‚Freunde’ seien keine Freunde gewesen. Aber ich will dir eins sagen: Ich mochte dich immer und hätte dir immer geholfen. Ich wäre immer für dich da gewesen und hätte dich unterstützt, aber du meintest dich von mir abwenden zu müssen. Mit deinen fucking Problemen hast du mich wieder in deinen Bann gezogen und ich machte mir natürlich wieder Vorwürfe, warum ich nie etwas davon gemerkt habe. Doch diesmal dachte ich mir, dass du so lange Zeit auch ohne mich klargekommen bist, und dass ich dir jetzt kein Mitleid schenken muss, aber ich stand dir gegenüber und kämpfte mit den Tränen, weil ich ein solches Leid keinem wünsche. Und als du mich dann in deine Arme nahmst, fühlte ich mich ein bisschen unbesiegbar. DU wolltest dich dann mit mir treffen, und nicht ich hab nach einem Treffen gefragt, wie früher immer. Ich muss zugeben, dass mich das schon gefreut hat. Jeder hat eine zweite Chance verdient, warum dann nicht auch du. So, dann hast du dich nicht mehr gemeldet; hast dir deine Zeit bestimmt mit deinen Mädchen vertrieben, die du dir nimmst und auch brauchst wie Wasser. Wasser braucht man zum Leben – und du nach deiner Vergangenheit auch die Mädchen, damit dein Selbstwertgefühl nicht in den Keller sinkt: ‚Ich will sie alle, egal wen, ich brauche eure Bestätigung, dass ich heiß bin, bitte gebt sie mir und gebt ES mir.’ So ungefähr stelle ich mir vor, bist du durch die Welt gelaufen. Und ZACK! waren sie alle bei dir und standen Schlange. Endlich hast du das, wonach du dich ewig gesehnt hast: Liebe. Klar, braucht Liebe jeder, aber nicht in dem Ausmaß, wie du sie genossen hast. Manchmal ist weniger mehr, Schnucki. (Nimm dir das einfach mal zu Herzen. Und wenn ich jetzt mit meiner Vorstellung falsch lag, dann entschuldige ich mich dafür, aber ich dachte mir: hey, jetzt kannst du mal alles schreiben, was dir auf dem Herzen liegt.) Ich habe mit anderen über dich gesprochen, auch nicht immer gut, das stimmt, aber du hast auch ein bisschen mit anderen über mich gesprochen; das hab ich auch mitbekommen. Es wird weitererzählt und irgendwie... irgendwie kam ein Missverständnis auf: Ich sei sauer auf dich und so ein Zeug. Natürlich war ich das ein bisschen in einer gewissen Hinsicht, keine Frage, aber mehr enttäuscht. Empfindungen teile ich meinen Mitmenschen persönlich mit und hasse es, wenn andere meine Ansicht einer Tatsache falsch weiter tragen. Letztendlich war ich einfach enttäuscht von dir, dass du dein Versprechen nicht gehalten hast. Da du mir aber trotz der ganzen Sache nicht egal warst, habe ich mir gedacht: Unfähiger Junge, Ich muss das jetzt in die Hand nehmen. Irgendwann war es dann soweit. Als der Damm gebrochen war, kam die Flut - Wir haben über Gott und die Welt gesprochen. Das war ganz amüsant und dann haben wir uns an ältere Zeiten erinnert. Und irgendwann so mitten im Gespräch, ja das weiß ich noch ganz genau, da ist dir aufgefallen, dass wir so viel gemeinsam haben und dass wir in so mega extrem vielen, ja eigentlich in allen Dingen die gleiche Meinung haben. Ist es nicht ein Aspekt, der eine Freundeschaft auszeichnet? Das dachte ich immer, aber du hast mir auch relativ schnell wieder das Gegenteil bewiesen; durch Desinteresse, pure Ignoranz und Arroganz. (Aber erst nach dem Treffen, nicht währenddessen du bei mir warst. Da warst du nett. So wie ich dich kennengelernt habe.) Dann hast du angefangen von deinen Ängsten und Problemen zu reden. Natürlich hab ich dir gerne zugehört, und ich werde es auch immer wieder liebend gerne tun. Aber sind wir mal ehrlich: Warum erzählst du mir von deinen Vorsätzen, Wünschen und Hoffnung, wenn du sie aber auch nicht mal im Geringsten einhältst? Du weißt, dass dir dein ganzer Konsum schadet und hast mir erzählt, dass du nun endlich einen echten Grund hast, mit dem ganzen Scheiß aufzuhören. Außerdem hast du mir empfohlen niemals diese ganzen Drogen anzurühren, weil es dir danach immer so dreckig geht, wenn du dann dein kurzzeitiges Hoch hattest. Trotzdem kannst du deine Finger nicht von dem Zeug lassen? Das versteh ich nicht. Ich hab mich belogen und verarscht gefühlt. Und dann darf ich noch erfahren, dass du deswegen nicht in die Schule kommst. Man, ich hab mir verdammte Sorgen um dich gemacht. Dabei wolltest du doch damit aufhören – Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Es ist selbstverständlich logisch, dass man das nicht von einem auf den anderen Tag schaffen kann, aber du kennst mittlerweile die Folgen, welche dich aber scheinbar trotzdem nicht von all dem abhalten. Nun, mittlerweile denke ich mir einfach, dass es ja dein Leben ist und nicht meins. Und teilweise frage ich mich auch, warum ich dieses ganze Thema mit dir so gehyped habe und auch innerlich immer noch so hochspiele, aber ich kann es dir nun nach langer Zeit sagen: Ich mag dich! Und das war und ist wahrscheinlich auch der größte Fehler an der ganzen Sache. Aber ich dachte, es ist in Ordnung, wenn ich dich mag, weil ich irgendwie dachte, dass du mich auch magst. Ich war einfach zu naiv. Aber ich habe auch was durch dich gelernt: ICH bin für manche einfach zu gutherzig!
Ich bin egoistisch geworden, ja. Naja, ich habe mir einiges gewünscht. Manches ließ sich erfüllen, durch mich oder auch durch andere, aber es gibt auch ein paar Dinge, die seit Jahren noch vergeblich in meiner Hoffnung stehen. Ein Ideal war und ist die Freundschaft zu dir. Jedes mal aufs Neue gab ich dir eine neue Chance. Unter anderem weil du mir versichert hast, dass dir auch etwas an der Freundschaft liegt. Du hast mir aber anderes gezeigt und dein Versprechen nie gehalten. Aber wenn es das ist, was dich glücklich macht, dann bitte. Aber warte nicht auf eine erneute Möglichkeit, dass du alles wieder gut machen kannst. Da du wahrscheinlich dann wieder plötzlich merkst, dass ich doch ganz cool drauf bin. Viel zu oft habe ich ein Komma gesetzt, wo ich einen Punkt hätte machen sollen. Und das alles eigentlich nur dir zu Liebe, aber dich scheint es nicht zu tangieren, du ignoranter Wichser! Du hast mich verletzt - und das nicht nur einmal. Aber es bedeutet mir einfach viel dich kennengelernt zu haben. Durch dich habe ich die Welt, die Freundschaft, die Liebe anders kennengelernt.
Immer hab ich mir die Frage gestellt, was ich denn falsch gemacht habe, ob ich eine schlechte ‚Freundin’ bin. Ich konnte nie einen Fehler finden, habe aber trotzdem weiter gesucht und mich damit in meinen eigenen Ruin gestürzt. Was ist bei dir passiert, dass du so geworden bist? Du warst ein netter Bubi von dem ich nie gedacht hätte, dass er zu solchen ‚Zwischenfällen’ fähig wäre. Diese ‚Zwischenfälle’ scheinen aber nun schon Alltag geworden zu sein. Natürlich verändert man sich, vor allem waren wir damals in dem Alter der natürlichen Veränderung, aber würde diese jemals den Charakter, nein einen gesamten Menschen so verändern können, dass man ihn überhaupt nicht wiedererkennen kann? Zu was ist die Natur nur im Stande? Nicht dazu. Ich will keine Schuld von mir weisen und auf andere schieben, aber du sollst wissen, dass ich so viel über dich, mich, mein Leben und dessen Sinn nachgedacht habe, dass mir die Zeit zum Lernen ausblieb. Schlechte Noten – kein Zukunft. Und neue Zweifel und Ängste plagen mich. Doch den Sinn des Lebens habe ich ungefähr so definiert: ‚Des Lebens Glück bestimmend sind friedvoller Sinn, der rechte Freund, kein Groll und Streit, Weisheit, Menschlichkeit im Verein, die Nächte – heiter und sorgenfrei und Spaß.’ Zwischenzeitlich war ich auch ohne dich glücklich; was ich nie für möglich gehalten hätte. Aber durch Simplifikation begehren wir das, was wir täglich sehen. Ich hatte einen besten Freund, oder wie man so eine ‚Beziehung’ bzw. ‚Verbindung’ auch nennen mag. Und teilweise habe ich dich einfach vergessen: Wochenlang warst du aus meinem Leben ausgelöscht und ich erleichtert, gelöst, frei und einfach glücklich. Ich habe mein Leben in vollen Zügen genossen. Aber dennoch anders als du. Ich hab gefeiert, gelacht, Spaß gehabt, mich einfach frei gefühlt und diese Freude mit anderen geteilt. Bis mir meine beste Freundin meinen besten Freund ausgespannt hat. Dann war ich echt am Boden. Jeder hat mich irgendwie verlassen. Aber ich hab nen Fick auf die Meute gegeben und neue, alte Freunde wieder schätzen gelernt. Naja, zurück zum eigentlichen Thema… Und du? Nun, das was ich von dir mitbekommen habe, ist ungefähr das komplette Gegenteil von dem netten Jungen, den ich kennenlernte: Drogen- und Alkoholkonsum, ebenso im Prinzip auch in gewisser Hinsicht ein ‚Mädchenkonsum’. So kann man das denke ich nennen. Du hast sie befriedigt, geistig und körperlich geliebt und betrogen; hast sie gewechselt wie Unterwäsche. Was will ich mit so einem zu tun haben? Ich bin keine Spießerin, die Partys und Alkohol verabscheut oder sonstiges, aber was gibt dir dieses Gefühl des völligen ‚Kontrollverlusts’ durch deine süßen Drogen, wie du es so schön nennst? Das konnte ich nie verstehen. Irgendwann drückst du dir noch Heroin und suchst dann jemanden, der dich aus deinem Sumpf rausholt. Glaub mir, ich sehe das schon kommen und wie du dich nach einem Menschen sehnst, der dich in dieser Zeit unterstützt, während dich alle anderen verlassen haben. Nun, ich hatte mich aber damit abgefunden, dass ich dir wohl nicht wichtig war, geradezu egak, und du keinen Kontakt mehr willst. Also habe ich das dann so hingenommen. Dabei ist mir immer wieder klar geworden, dass ich nicht minderwertig bin. Ich habe Charakter, bin nett, hilfsbereit, keine Ahnung, welche positiven Eigenschaften ich noch habe. Ich will jetzt nicht leugnen, dass ich auch negative besitze, dass tut jeder, aber ich muss meine Zeit nicht für Menschen wie dich verschwenden, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, dass sie mich nicht brauchen. Doch dann stelltest du scheinbar fest, dass ich doch ein korrekter Mensch bin. Du wolltest wissen, was mein Problem mit dir ist. Das warst du. Allein du warst mein Problem mit dir. Knallhart gesagt, hast du mich im Stich gelassen. Und hast mir erklärt, warum du so geworden bist, wie du nun bist, aber ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wie man bei all dem, die ‚wahren’ Menschen verlassen kann. Du meintest, dass dich niemand mochte und wollte. Deine ‚Freunde’ seien keine Freunde gewesen. Aber ich will dir eins sagen: Ich mochte dich immer und hätte dir immer geholfen. Ich wäre immer für dich da gewesen und hätte dich unterstützt, aber du meintest dich von mir abwenden zu müssen. Mit deinen fucking Problemen hast du mich wieder in deinen Bann gezogen und ich machte mir natürlich wieder Vorwürfe, warum ich nie etwas davon gemerkt habe. Doch diesmal dachte ich mir, dass du so lange Zeit auch ohne mich klargekommen bist, und dass ich dir jetzt kein Mitleid schenken muss, aber ich stand dir gegenüber und kämpfte mit den Tränen, weil ich ein solches Leid keinem wünsche. Und als du mich dann in deine Arme nahmst, fühlte ich mich ein bisschen unbesiegbar. DU wolltest dich dann mit mir treffen, und nicht ich hab nach einem Treffen gefragt, wie früher immer. Ich muss zugeben, dass mich das schon gefreut hat. Jeder hat eine zweite Chance verdient, warum dann nicht auch du. So, dann hast du dich nicht mehr gemeldet; hast dir deine Zeit bestimmt mit deinen Mädchen vertrieben, die du dir nimmst und auch brauchst wie Wasser. Wasser braucht man zum Leben – und du nach deiner Vergangenheit auch die Mädchen, damit dein Selbstwertgefühl nicht in den Keller sinkt: ‚Ich will sie alle, egal wen, ich brauche eure Bestätigung, dass ich heiß bin, bitte gebt sie mir und gebt ES mir.’ So ungefähr stelle ich mir vor, bist du durch die Welt gelaufen. Und ZACK! waren sie alle bei dir und standen Schlange. Endlich hast du das, wonach du dich ewig gesehnt hast: Liebe. Klar, braucht Liebe jeder, aber nicht in dem Ausmaß, wie du sie genossen hast. Manchmal ist weniger mehr, Schnucki. (Nimm dir das einfach mal zu Herzen. Und wenn ich jetzt mit meiner Vorstellung falsch lag, dann entschuldige ich mich dafür, aber ich dachte mir: hey, jetzt kannst du mal alles schreiben, was dir auf dem Herzen liegt.) Ich habe mit anderen über dich gesprochen, auch nicht immer gut, das stimmt, aber du hast auch ein bisschen mit anderen über mich gesprochen; das hab ich auch mitbekommen. Es wird weitererzählt und irgendwie... irgendwie kam ein Missverständnis auf: Ich sei sauer auf dich und so ein Zeug. Natürlich war ich das ein bisschen in einer gewissen Hinsicht, keine Frage, aber mehr enttäuscht. Empfindungen teile ich meinen Mitmenschen persönlich mit und hasse es, wenn andere meine Ansicht einer Tatsache falsch weiter tragen. Letztendlich war ich einfach enttäuscht von dir, dass du dein Versprechen nicht gehalten hast. Da du mir aber trotz der ganzen Sache nicht egal warst, habe ich mir gedacht: Unfähiger Junge, Ich muss das jetzt in die Hand nehmen. Irgendwann war es dann soweit. Als der Damm gebrochen war, kam die Flut - Wir haben über Gott und die Welt gesprochen. Das war ganz amüsant und dann haben wir uns an ältere Zeiten erinnert. Und irgendwann so mitten im Gespräch, ja das weiß ich noch ganz genau, da ist dir aufgefallen, dass wir so viel gemeinsam haben und dass wir in so mega extrem vielen, ja eigentlich in allen Dingen die gleiche Meinung haben. Ist es nicht ein Aspekt, der eine Freundeschaft auszeichnet? Das dachte ich immer, aber du hast mir auch relativ schnell wieder das Gegenteil bewiesen; durch Desinteresse, pure Ignoranz und Arroganz. (Aber erst nach dem Treffen, nicht währenddessen du bei mir warst. Da warst du nett. So wie ich dich kennengelernt habe.) Dann hast du angefangen von deinen Ängsten und Problemen zu reden. Natürlich hab ich dir gerne zugehört, und ich werde es auch immer wieder liebend gerne tun. Aber sind wir mal ehrlich: Warum erzählst du mir von deinen Vorsätzen, Wünschen und Hoffnung, wenn du sie aber auch nicht mal im Geringsten einhältst? Du weißt, dass dir dein ganzer Konsum schadet und hast mir erzählt, dass du nun endlich einen echten Grund hast, mit dem ganzen Scheiß aufzuhören. Außerdem hast du mir empfohlen niemals diese ganzen Drogen anzurühren, weil es dir danach immer so dreckig geht, wenn du dann dein kurzzeitiges Hoch hattest. Trotzdem kannst du deine Finger nicht von dem Zeug lassen? Das versteh ich nicht. Ich hab mich belogen und verarscht gefühlt. Und dann darf ich noch erfahren, dass du deswegen nicht in die Schule kommst. Man, ich hab mir verdammte Sorgen um dich gemacht. Dabei wolltest du doch damit aufhören – Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Es ist selbstverständlich logisch, dass man das nicht von einem auf den anderen Tag schaffen kann, aber du kennst mittlerweile die Folgen, welche dich aber scheinbar trotzdem nicht von all dem abhalten. Nun, mittlerweile denke ich mir einfach, dass es ja dein Leben ist und nicht meins. Und teilweise frage ich mich auch, warum ich dieses ganze Thema mit dir so gehyped habe und auch innerlich immer noch so hochspiele, aber ich kann es dir nun nach langer Zeit sagen: Ich mag dich! Und das war und ist wahrscheinlich auch der größte Fehler an der ganzen Sache. Aber ich dachte, es ist in Ordnung, wenn ich dich mag, weil ich irgendwie dachte, dass du mich auch magst. Ich war einfach zu naiv. Aber ich habe auch was durch dich gelernt: ICH bin für manche einfach zu gutherzig!
Ich bin egoistisch geworden, ja. Naja, ich habe mir einiges gewünscht. Manches ließ sich erfüllen, durch mich oder auch durch andere, aber es gibt auch ein paar Dinge, die seit Jahren noch vergeblich in meiner Hoffnung stehen. Ein Ideal war und ist die Freundschaft zu dir. Jedes mal aufs Neue gab ich dir eine neue Chance. Unter anderem weil du mir versichert hast, dass dir auch etwas an der Freundschaft liegt. Du hast mir aber anderes gezeigt und dein Versprechen nie gehalten. Aber wenn es das ist, was dich glücklich macht, dann bitte. Aber warte nicht auf eine erneute Möglichkeit, dass du alles wieder gut machen kannst. Da du wahrscheinlich dann wieder plötzlich merkst, dass ich doch ganz cool drauf bin. Viel zu oft habe ich ein Komma gesetzt, wo ich einen Punkt hätte machen sollen. Und das alles eigentlich nur dir zu Liebe, aber dich scheint es nicht zu tangieren, du ignoranter Wichser! Du hast mich verletzt - und das nicht nur einmal. Aber es bedeutet mir einfach viel dich kennengelernt zu haben. Durch dich habe ich die Welt, die Freundschaft, die Liebe anders kennengelernt.
P.S.: Ich wollte dir
das alles einfach nur mal aus meiner Sicht schildern. Wahrscheinlich habe ich
einfach mega überreagiert, aber ich bin eben ehrlich. Es sind einfach so viel
Dinge, die ich dir sagen wollte, aber über Facebook oder so wäre mir das
einfach zu unpersönlich, wobei du auch wissen musst, dass ich es
selbstverständlich nicht scheue, dir meine Ansicht der Dinge ins Gesicht zu
sagen, aber es sind einfach so viel Punkte, die mich immer wieder beschäftigen,
dass ich mir dachte, wie wär’s mit nem Brief. Findest du vielleicht altmodisch,
aber ich hab mich mit der ganzen Sache jetzt noch mal abschließend beschäftigt
und ich denke, dass du meine Gedanken kennen solltest. Nun ja, ich hoffe, dass
du dich mit diesen Zeilen hier vielleicht etwas beschäftigt hast. Das reicht
mir schon. Ich bin auch keineswegs sauer auf dich oder sonstiges, also bräuchtest
du dich auch nicht zu scheuen, auf mich zuzukommen, ich bin auch nur ein
Mensch. (Wenn das überhaupt eine Rolle bei dir spielt.) Ganz ehrlich? Ich wäre
tatsächlich froh, wenn du dich bei mir melden würdest und wenn du dein letztes
Versprechen mir gegenüber einfach in die Tat umsetzt. Du wolltest mir meine
Zweifel dir gegenüber nehmen und mir beweisen, dass du mich magst, dass dir
‚unsere Freundschaft’ tatsächlich irgendwie irgendwo nicht egal ist. Nichts
machst du, außer weitere Mädchen… naja, egal.
Wahrscheinlich fragst du dich, warum ich dir überhaupt diesen ganzen Mist schreibe. Es ist so: Ich werde dich wahrscheinlich nie richtig vergessen können. Du bekommst bestimmt tausende von diesen Ich-mag-dich-doch-aber-zeig-du-es-mir-doch-auch-damit-wir-wieder-auf-diese-komische-Weise-befreundet-sein-können-Briefe. Und ich bin ein winziges Tröpfchen dieses Wasserfalls, aber ich habe gelernt, dass wenn man etwas will, muss man stark daran glauben und dafür kämpfen. Und das mach ich hier denke ich gerade, obwohl es laut deines Versprechens eigentlich dein Teil wäre.
Dann komm ich mal zu meinen letzten Worten: Ich hoffe, ich hab dich mit meiner direkten Art nicht eingeschüchtert, das war nicht mein Ziel. Die lustigen Zeiten kann ich echt mit gutem Gewissen in schöner Erinnerung behalten. Ich mag dich irgendwie tatsächlich ein bisschen, was ich teilweise aus tiefstem Herzen bereute, aber irgendwie war und ist es auf jeden Fall eine Erfahrung wert gewesen, dich kennen gelernt zu haben. Das ist alles was du wissen musst, falls wir nie wieder auf welche Art und Weise auch immer kommunizieren werden. Achja, und falls du tatsächlich auch die Idee kommen solltest, mich irgendwie hierauf anzusprechen, bräuchtest du ja ne Adresse oder so’n Mist, aber ich denke, dass mein Schreiben so offensichtlich war, dass dir klar ist, von wem du so’n Stück bedrucktes Papier bekommst. Außerdem dachte ich mir, dass wenn du den Namen liest, das gute Stück hier sofort vernichten würdest; so warst du vielleicht doch ein bisschen neugierig. xd Keine Ahnung, wie ich das hier gerade beenden soll… das bringt mich aus meinem Konzept. Goodbye, Digga.
Wahrscheinlich fragst du dich, warum ich dir überhaupt diesen ganzen Mist schreibe. Es ist so: Ich werde dich wahrscheinlich nie richtig vergessen können. Du bekommst bestimmt tausende von diesen Ich-mag-dich-doch-aber-zeig-du-es-mir-doch-auch-damit-wir-wieder-auf-diese-komische-Weise-befreundet-sein-können-Briefe. Und ich bin ein winziges Tröpfchen dieses Wasserfalls, aber ich habe gelernt, dass wenn man etwas will, muss man stark daran glauben und dafür kämpfen. Und das mach ich hier denke ich gerade, obwohl es laut deines Versprechens eigentlich dein Teil wäre.
Dann komm ich mal zu meinen letzten Worten: Ich hoffe, ich hab dich mit meiner direkten Art nicht eingeschüchtert, das war nicht mein Ziel. Die lustigen Zeiten kann ich echt mit gutem Gewissen in schöner Erinnerung behalten. Ich mag dich irgendwie tatsächlich ein bisschen, was ich teilweise aus tiefstem Herzen bereute, aber irgendwie war und ist es auf jeden Fall eine Erfahrung wert gewesen, dich kennen gelernt zu haben. Das ist alles was du wissen musst, falls wir nie wieder auf welche Art und Weise auch immer kommunizieren werden. Achja, und falls du tatsächlich auch die Idee kommen solltest, mich irgendwie hierauf anzusprechen, bräuchtest du ja ne Adresse oder so’n Mist, aber ich denke, dass mein Schreiben so offensichtlich war, dass dir klar ist, von wem du so’n Stück bedrucktes Papier bekommst. Außerdem dachte ich mir, dass wenn du den Namen liest, das gute Stück hier sofort vernichten würdest; so warst du vielleicht doch ein bisschen neugierig. xd Keine Ahnung, wie ich das hier gerade beenden soll… das bringt mich aus meinem Konzept. Goodbye, Digga.
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